Grill & Chill 2026 – Besucherrekord an einzigartiger Lage in Frauenfeld

Über 150 Per­so­n­en aus der regionalen Grün­der- und Unternehmer­szene kamen am Don­ner­stag, 4. Juni, zur sech­sten Aus­gabe von «Grill & Chill» des Start­net­zw­erks Thur­gau zusam­men – so viele Gäste wie nie zuvor. Der Regen, der pünk­tlich zu Beginn ein­set­zte, ver­mochte der guten Stim­mung keinen Abbruch zu tun. Getreu dem Mot­to «Regen bringt Segen» tank­ten die Anwe­senden Inspi­ra­tion und knüpften wertvolle Kon­tak­te für das eigene Busi­ness.

Ein Blick hinter die Kulissen der Stadtkaserne Frauenfeld

Bere­its beim Vor­pro­gramm war der Andrang gross. Viele Gäste nutzten die Gele­gen­heit, die aus­rang­ierte Stadtkaserne genauer ken­nen­zuler­nen. Der Pro­jek­tver­ant­wortliche der Stadt Frauen­feld, Mar­co Wehrli, führte durch die ehe­mals von der Schweiz­er Armee genutzten Räum­lichkeit­en und gewährte Ein­blicke in die Entwick­lung und die Zukun­ft des Are­als.

Offiziell eröffnet wurde der Abend um 18.00 Uhr. Geschäfts­führer Lukas Rösch begrüsste die Gäste, gefol­gt von Stadt­präsi­dent Clau­dio Bernold. Bernold betonte, dass die Stadtkaserne ein ide­al­er Ort für den Anlass sei: Ein Ort im Wan­del, an dem sich neue Unternehmen ansiedeln und Raum für Ideen entste­ht – ganz im Sinne des Start­net­zw­erks.

Einblicke in ein erfolgreiches Startup

Im Inter­view berichtete Samuel Graf über den Auf­bau seines Unternehmens Chipeño. Gemein­sam mit zwei Fre­un­den entwick­elte der Luzern­er 2018 eine einzi­gar­tige Chipo­tle-Sauce und baute daraus mit Lei­den­schaft, Kreativ­ität und ohne Inve­storen eine Marke auf, deren Pro­duk­te heute bei grossen Detail­händlern schweizweit erhältlich sind.

Im Gespräch betonte er die Wichtigkeit, bei der Ver­mark­tung «out of the box» zu denken – ger­ade dann, wenn das Bud­get knapp ist. Beson­ders ein­drück­lich war Grafs Beispiel ein­er erfol­gre­ichen Wer­beak­tion, bei welch­er sie poten­zielle Wiederverkäufer über Fax kon­tak­tierten. Zudem motivierte er Grün­der dazu, sich über Verän­derung stets zu freuen und sie nicht als Bedro­hung zu betra­cht­en, son­dern als Chance für das eigene Unternehmen zu nutzen.

Energiegeladene Pitches

Das anschliessende Pro­gramm erhöhte bei eini­gen Teil­nehmenden sichtlich den Adren­a­lin­spiegel. Und zwar bei jenen, die das «Open Pitch Mic» für sich nutzten. Das For­mat wurde let­ztes Jahr zum ersten Mal durchge­führt und hat­te sich gross­er Beliebtheit erfreut.

Wer sich angemeldet hat­te, nutzte nun die Möglichkeit, sein Geschäft inner­halb von 60 Sekun­den dem Pub­likum zu präsen­tieren. Für blu­mige Umschrei­bun­gen blieb keine Zeit, am meis­ten überzeugte, wer in der Lage war, sein Busi­ness kurz und präg­nant schmack­haft zu machen.

Die Vielfalt war gross: Finanzber­atung, neu gedachte Fen­ster­reini­gung, Cock­tail-Cater­ing, automa­tisierte Doku­menten-Beschrif­tung, Nachrüs­tung von Zusatzausstat­tung fürs Auto und weit­ere Ideen – ins­ge­samt präsen­tierten sich an diesem Abend 20 Star­tups und Pro­jek­te. In Erin­nerung bleibt mit Sicher­heit das Team vom I+D Cam­pus, das mit über­grossem Nagel und Ham­mer die Bühne betrat und ein klares State­ment machte: Wir machen Nägel mit Köpfen! Eins hat­te alle Speak­er gemein­sam: Das Feuer fürs eigene Busi­ness.

«Für die Wirtschaft von morgen braucht es umtriebige Menschen»

Zum Schluss wies Rösch auf die Wichtigkeit hin, sich gemein­sam für Jun­gun­ternehmen im Kan­ton einzuset­zen. Er stellte zwei neue Ini­tia­tiv­en vor: Den «KMU-Boost­er», bei dem junge Unternehmen mit KMU-Poten­zial mit lokalen Inve­storen zusam­menge­bracht wer­den sollen, und den Pod­cast «Get Roast­ed», der Thur­gauer Unternehmern zusät­zliche Sicht­barkeit ver­lei­ht.

«Die Entwick­lung der Thur­gauer Wirtschaft ist alles andere als ein Selb­stläufer. Es braucht inno­v­a­tive Köpfe und Men­schen, die proak­tiv vor­ange­hen», so Rösch. Er motivierte die Anwe­senden dazu, sich des eige­nen Poten­zials bewusst zu wer­den, Vorhaben umzuset­zen und mit Ideen und The­men auf das Start­net­zw­erk zuzuge­hen.

Der Besucher­reko­rd zeigte ein­drück­lich, dass die Thur­gauer Grün­der­szene wächst und der Bedarf an Aus­tausch, Inspi­ra­tion und Ver­net­zung immer gröss­er wird. «Miteinan­der voneinan­der ler­nen» stand im Vorder­grund und die sichtlich aktive Com­mu­ni­ty machte Lust auf mehr.

Kulinarische Begleitung

Für das leib­liche Wohl sorgten an diesem Abend der Jun­gun­ternehmer Davide Cefo­la mit seinem Team von Davide’s Piz­za sowie das be fresh cater­ing. Der Durst wurde in der sehr ein­laden­den Botan­ic Bar gestillt. Das begeis­terte und von der Lei­den­schaft der Red­ner inspiri­erte Pub­likum liess den Abend mit einem feinen Dessert und kühlen Getränken ausklin­gen.

Ausblick

Das näch­ste «Grill & Chill» find­et am 3. Juni 2027 statt. Aktuell wird nach ein­er passenden Loca­tion für 200 Teil­nehmende gesucht. Schreibe uns: hier.

Bildergalerie

Der Event wurde fotografisch fest­ge­hal­ten. Ein Dankeschön geht an Samuel Svec für die tollen Bilder:

Der LEADER dig­i­tal war mit Rebec­ca Gross­glauser vor Ort präsent und hat eben­falls einige Ein­drücke fest­ge­hal­ten:

Der Anlass wurde ermöglicht durch die Träger­schaft des Start­net­zw­erks: Thur­gauer Kan­ton­al­bank, Indus­trie- und Han­del­skam­mer Thur­gau, Thur­gauer Gewer­be­ver­band sowie das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kan­tons Thur­gau. Ein Dank gilt auch der Mobil­iar, die das Event als Spon­sor unter­stützte und an unseren Medi­en­part­ner «LEADER dig­i­tal».