Kathrin Freimann – Trauerkompetenz am Arbeitsplatz

Ich unter­stütze Unternehmen und Organ­i­sa­tio­nen dabei, mit Trauer, Ver­lust und anderen ein­schnei­den­den Lebenssi­t­u­a­tio­nen am Arbeit­splatz bess­er umzuge­hen. Dabei geht es mir nicht um Kris­en­in­ter­ven­tion, son­dern darum, Men­schen frühzeit­ig Wis­sen, Ori­en­tierung und Hand­lungssicher­heit zu ver­mit­teln. Ich bringe meine Erfahrung als ehe­ma­lige Führungskraft, meinen CAS im Case Man­age­ment und meine per­sön­liche Geschichte zusam­men. Mit Impulsen, Work­shops, Train­ings und Begleitung möchte ich dazu beitra­gen, dass Men­schlichkeit und Pro­fes­sion­al­ität im Arbeit­sall­t­ag selb­stver­ständlich zusam­menge­hören.

Mein Ziel ist es, eine Lücke in der Führungskräf­teen­twick­lung zu schliessen und aus Nichtwissen Wis­sen und aus Unsicher­heit pro­fes­sionelle Hand­lungssicher­heit zu machen.

Inhaber: Kathrin Freimann
Branche: Bildung, Beratung und Organisationsentwicklung; Trauerkompetenz, Führung und Critical Life Moments
Rechtsform: GmbH
Gründungsjahr: 2026
USP:

Ich kenne bei­de Seit­en: die per­sön­liche Erfahrung von Trauer und die Real­ität der Wirtschaft aus vie­len Jahren in Führungspo­si­tio­nen. Heute verbinde ich diese bei­den Wel­ten und bringe Trauerkom­pe­tenz dor­thin, wo sie bish­er oft fehlt: in die Unternehmen.

Zielgruppe: Unternehmen, HR, Führungskräfte und Teams; Schulen und Bildungseinrichtungen; Praxen und weitere Organisationen im Gesundheitswesen.

Wie alles begann…

Als unsere Tochter Leni im Alter von acht Wochen starb, verän­derte sich unser Leben von einem Moment auf den anderen. Jahre später fragte ich mich, wie ich selb­st früher als Führungskraft reagiert hätte, wenn jemand in meinem Team einen solchen Ver­lust erlebt hätte. Ich hat­te keine gute Antwort darauf. Dabei war ich viele Jahre in der Wirtschaft tätig und hat­te Führungser­fahrung. Aus dieser Frage wurde nach und nach eine Überzeu­gung: Wir müssen nicht warten, bis etwas passiert. Wir kön­nen ler­nen, mit solchen Sit­u­a­tio­nen umzuge­hen. Im März 2026 habe ich den Schritt in die Selb­st­ständigkeit mit mein­er GmbH gemacht und begonnen, diesen Ansatz in Unternehmen und Organ­i­sa­tio­nen zu tra­gen.

Das grösste Highlight seit der Gründung

Ein beson­deres High­light war mein Auftritt bei der «Höh­le der Thur­gauer Löwen 2026». Ich durfte ein The­ma auf eine Wirtschafts­bühne brin­gen, das dort bish­er kaum Platz hat­te. Den Wet­tbe­werb habe ich nicht gewon­nen. Aber die vie­len Gespräche und Rück­mel­dun­gen danach haben mir gezeigt, dass ich etwas angestossen habe. Daraus sind neue Kon­tak­te, Ein­ladun­gen und Gespräche ent­standen.

Das spricht für uns

Ich unter­stütze Unternehmen, bevor aus per­sön­lich­er Betrof­fen­heit Hil­flosigkeit wird. Denn wenn Wis­sen und Ori­en­tierung fehlen, hat das nicht nur Fol­gen für die betrof­fe­nen Men­schen, son­dern auch für das Team und let­ztlich für das gesamte Unternehmen.

Ich schliesse eine Wis­senslücke, die in der klas­sis­chen Führungskräf­teen­twick­lung, aber auch in der schulis­chen und medi­zinis­chen Aus­bil­dung oft zu kurz kommt: Wie begeg­nen wir Men­schen, wenn das Leben plöt­zlich anders kommt?

Mit meinen Impulsen, Work­shops und Train­ings ver­mit­tle ich Wis­sen, das im Beruf­sall­t­ag unmit­tel­bar hil­ft. Mit meinem Cir­cle und dem per­sön­lichen Spar­ring möchte ich Organ­i­sa­tio­nen darüber hin­aus länger­fristig als feste Ansprech­per­son zur Seite ste­hen. So kön­nen Führungskräfte und Teams Sicher­heit gewin­nen und Unternehmen Schritt für Schritt eigene Struk­turen entwick­eln.

Dabei verbinde ich meine langjährige Führungser­fahrung aus der Wirtschaft mit mein­er eige­nen Ver­lus­ter­fahrung. Ger­ade die Rück­mel­dun­gen aus der Prax­is zeigen mir immer wieder, wie wertvoll dieses Wis­sen ist.

Denn wir kön­nen schwere Schick­salss­chläge nicht ver­hin­dern. Aber wir kön­nen ler­nen, bess­er damit umzuge­hen. Und genau das stärkt schliesslich nicht nur den Einzel­nen, son­dern ein ganzes Team.

Erfolge

Gründung und Aufbau des eigenen Angebots im Jahr 2026, mit einem klaren Fokus auf präventive Trauerkompetenz in Unternehmen.
Erste Workshops, Schulungen und Teambegleitungen in Unternehmen, Schulen und medizinischen Einrichtungen durchgeführt.
Gemeinsam mit Dr. Michael Störmer die Masterclass «Führen in Krisenzeiten» produziert. Erste Gespräche mit Bildungseinrichtungen über eine mögliche Dozententätigkeit laufen bereits. Auch die Anerkennung meiner Weiterbildungen ist aktuell in Abklärung.
Wirtschaftsbühne und Podiumsdiskussion Trauerkompetenz bei der «Höhle der Thurgauer Löwen» auf eine Wirtschaftsbühne gebracht. Einladung zu Fachveranstaltungen, unter anderem Podiumsdiskussion «Trauer und Verlust am Arbeitsplatz – was hilft?» in Bern.
Anfrage und Zusage zur Mitarbeit als Vorstandsmitglied der Schweizerischen Gesellschaft verwaister Eltern (SGVE).

Misserfolge

Nicht jede Idee wird sofort verstanden. Gerade zu Beginn musste ich oft erklären, warum Trauer und Verlust auch ein Thema für Unternehmen sind.
Beim Pitch der «Höhle der Thurgauer Löwen» habe ich nicht gewonnen. Die Resonanz danach war für mich trotzdem sehr wertvoll.
Als Gründerin gleichzeitig Angebote entwickeln, Kontakte pflegen, sichtbar werden und den Alltag organisieren: Das war und ist manchmal ganz schön viel.
Manche Gespräche verlaufen im Sand oder brauchen viel länger, als ich erwartet habe. Ich lerne, Geduld zu haben und dranzubleiben. Das Vertrauen ist und bleibt immer wieder die grösste Herausforderung.
Nicht alles lässt sich von Anfang an planen. Ich musste lernen, Ideen auch einmal loszulassen und meine Kräfte auf das Wesentliche zu richten. Und ich musste mir eingestehen, dass ich das alleine nicht schaffe und mir Hilfe holen musste.

Unser grösstes Learning

Mein grösstes Learn­ing: Nicht jede Begeg­nung muss sofort zu einem Auf­trag führen. Manch­mal entste­ht aus einem Gespräch erst Wochen oder Monate später etwas. Ich habe auch gel­ernt, dass ich nicht alles per­fekt fer­tig haben muss, bevor ich mit mein­er Idee nach draussen gehe. Ger­ade die offe­nen Gespräche und ehrlichen Rück­mel­dun­gen helfen mir, mein Ange­bot weit­erzuen­twick­eln.

Mit­tler­weile habe ich mir ein gross­es Net­zw­erk aufge­baut und viele Men­schen an mein­er Seite, die mich unter­stützen. Dafür bin ich unglaublich dankbar. Denn natür­lich gibt es auch immer wieder Momente, in denen ich an mir und mein­er Idee zwei­fle. Und oft kommt genau dann jemand, der mir Mut macht, eine neue Tür öffnet oder mir mit seinem Wis­sen weit­er­hil­ft.

Ich lerne ger­ade, dass ich nicht alles alleine schaf­fen muss und es sich lohnt, an etwas zu glauben, auch wenn andere den Wert dahin­ter vielle­icht noch nicht erken­nen.

Wie uns das Startnetzwerk unterstützt hat

Start­ge­spräch, Coach­ing, Kurse/Workshops, Net­zw­erkan­lässe, Kon­tak­te knüpfen

Das Start­net­zw­erk hat mir die Möglichkeit gegeben, meine Idee sicht­bar zu machen und mit Men­schen aus der Wirtschaft ins Gespräch zu kom­men. Beson­ders der Pitch bei der «Höh­le der Thur­gauer Löwen» war dafür wichtig. Ich habe nicht gewon­nen, aber ich habe viele wertvolle Rück­mel­dun­gen erhal­ten. Auch der Aus­tausch mit dem Team des Start­net­zw­erks und die Begeg­nun­gen im Net­zw­erk, ins­beson­dere mit Alfred Dumelin, sind für mich wertvoll. Ger­ade in der Grün­dungsphase tut es gut, Men­schen zu haben, die mit­denken und Türen öff­nen.

Unsere nächsten Schritte

Ich möchte mein Ange­bot für Unternehmen und Organ­i­sa­tio­nen weit­er aus­bauen und vor allem am Markt etablieren: mit Impulsen, Work­shops, Führungskräfte­train­ings und ein­er länger­fristi­gen Begleitung, bei der Wis­sen und klare Struk­turen im All­t­ag ver­ankert wer­den.

Beson­ders span­nend finde ich die Möglichkeit, erste Pilot­pro­jek­te mit Unternehmen umzuset­zen. Dabei möchte ich nicht nur mein Wis­sen ein­brin­gen, son­dern auch von den Unternehmen ler­nen. Wo liegen die Her­aus­forderun­gen im All­t­ag? Was wird tat­säch­lich gebraucht? Und wie kön­nen wir gemein­sam Lösun­gen entwick­eln, die langfristig helfen?

Daneben möchte ich die Zusam­me­nar­beit mit Bil­dungs- und Gesund­heit­sor­gan­i­sa­tio­nen sowie etablierten Part­nern im Bere­ich der Mitar­beit­er- und Unternehmens­ber­atung ver­tiefen und mein Ange­bot sin­nvoll in beste­hende Struk­turen ein­brin­gen. Seit Sep­tem­ber mache ich zudem den SVEB, sodass ich kün­ftig auch offiziell als Dozentin tätig sein kann. Erste Gespräche mit Bil­dung­sein­rich­tun­gen laufen bere­its. Gemein­sam prüfen wir auch die Möglichkeit­en, meine Weit­er­bil­dun­gen anerken­nen zu lassen, damit beispiel­sweise medi­zinis­che Fach­per­so­n­en kün­ftig Weit­er­bil­dungspunk­te dafür erhal­ten kön­nen. Mein Ziel ist es, dass meine The­men langfristig auch einen fes­ten Platz in beste­hen­den Weit­er­bil­dungsange­boten find­en.

Ein weit­er­er Schritt ist die Ver­mark­tung mein­er gemein­sam mit Dr. Michael Störmer entwick­el­ten Mas­ter­class zum The­ma Führung in Krisen­zeit­en. Hier möchte ich noch stärk­er daran arbeit­en, wie ich sie sin­nvoll in meine beste­hen­den Ange­bote ein­binden und daraus ein langfristig tragfähiges Ange­bot entwick­eln kann.

Eine grosse Her­aus­forderung ist nach wie vor, das The­ma bekan­nter zu machen. Vie­len ist noch gar nicht bewusst, dass Trauerkom­pe­tenz erlern­bar ist und welchen Nutzen sie für Unternehmen haben kann. Deshalb möchte ich kün­ftig auch mehr in meine Sicht­barkeit investieren und mir dafür pro­fes­sionelle Unter­stützung im Mar­ket­ing holen.
Mein Ziel bleibt das­selbe: Trauerkom­pe­tenz über­all dor­thin brin­gen, wo Men­schen mit Men­schen arbeit­en. Und Men­schen und Unternehmen vor­bere­it­en, bevor aus ein­er per­sön­lichen Krise auch eine organ­i­sa­tionale wird.

Mehr Infor­ma­tio­nen unter: https://www.kathrinfreimann.ch/

Ein paar weitere Eindrücke