e‑SKI (by TecVentum AG)

Touren­ski­fahren ist in den Alpen sehr ver­bre­it­et und eine Lei­den­schaft viel­er Win­ter­sportler. Rund 1.2 Mio Men­schen sind im Alpen­raum regelmäs­sig auf Touren­s­ki unter­wegs, die Zahl der Neuen­twick­lun­gen für den Win­ter­sport steigt stetig. Doch der Weg bergauf bleibt eine echte Her­aus­forderung – beson­ders für Ein­steiger, ältere Men­schen oder jene, die kör­per­lich nicht mehr so fit sind. Genau hier set­zt Ste­fan Lang mit seinem e‑S­KI-Mod­ul an. Die benötigte Kraft für den Auf­stieg gener­iert ein elek­trisch­er Antrieb.

Inhaber: Stefan Lang
Branche: Wintersport / Forschung und Entwicklung
Rechtsform: Aktiengesellschaft AG
Gründungsjahr: 2020
USP:

Mod­u­lares Akku-Antrieb­ssys­tem, das sich an Schrittgrösse und Gewicht automa­tisch anpasst; Nachrüst­bar auf gängi­gen Touren­s­ki.

Zielgruppe: Tourenskifahrer – speziell Einsteiger, ältere Personen oder Menschen mit körperlicher Einschränkung, die am Aufstieg bisher gehindert waren.

Wie alles begann…

Seit vier Jahren führt Ste­fan Lang seine eigene Fir­ma TecVen­tum mit drei Mitar­bei­t­en­den. Er ist kein typ­is­ch­er Start­up-Grün­der, son­dern ein klas­sis­ch­er Tüftler. Nach ein­er Lehre als Mechaniker, bei der er sich ordentlich mit Drehbank und Fräsen auseinan­derge­set­zt hat, entsch­ied er sich für ein Studi­um im Maschi­nen­bau. Sein Weg führte ihn unter anderem zum Neigezug, wo er an den tech­nis­chen Fein­heit­en mitar­beit­ete, die man im Innern eines Zuges kaum sieht, aber ohne die nichts läuft.

Dann kam er mit dem The­ma Touren­s­ki in Berührung «Vor sieben Jahren sagte mein Schwa­ger auf dem Ses­sel­lift zu mir: Jet­zt fräsen alle mit E‑Mountainbikes auf den Berg. Das Näch­ste, was kommt, ist sich­er ein elek­trisch­er Touren­s­ki. Trotz anfänglich­er Zweifel liess mich der Gedanke nicht los, vor allem, weil er jeden Win­ter erneut fragte, ob ich nun etwas entwick­elt hätte.», so der Tüftler aus Kreu­zlin­gen.

Das grösste Highlight seit der Gründung

Der Gewinn des Thur­gauer Jun­gun­ternehmer­preis­es 2025 (CHF 5 000) mit e‑SKI im Rah­men der „Höh­le der Thur­gauer Löwen“.

Das spricht für uns

Mod­u­lar und nach­haltig: Eine cle­vere Lösung fürs Auf­steigen
Die Tech­nolo­gie des e‑SKIs ist ein­fach und effizient: Ein Riemen verbindet die Spitze des vorderen Skis mit dem Heck des hin­teren. Beim Gehen zieht der vordere Ski so den hin­teren Ski mit – und die Ski­er „laufen“ prak­tisch von selb­st den Hang hin­auf.
Auf den Ski wer­den zwei Adapter­plat­ten mon­tiert, auf denen das akku­be­triebene Mod­ul andockt. Ver­schiedene Mod­elle gib es nicht; die Elek­tron­ik passt sich automa­tisch an das Gewicht und die Schrittgrösse an, und die Unter­stützung lässt sich – wie man es vom E‑Bike ken­nt – indi­vidu­ell ein­stellen. Auf dem Gipfel ent­fer­nt man das Mod­ul, ver­staut es im Ruck­sack und geniesst die Abfahrt.

Erfolge

Gewinn des Thurgauer Jungunternehmerpreises 2025 mit e‑SKI.
Erste Funktionsmuster erfolgreich getestet.
Patent angemeldet für das Modul-System.

Misserfolge

Produkt ist noch nicht in Serienproduktion – aktueller Stand: Prototypen-Phase
Noch kein Ausbau von Serienmotoren/Elektronikpartner abgeschlossen – Entwicklungsbedarf vorhanden.

Unser grösstes Learning

Der Schritt vom Inge­nieur-Tüftler zur Serien-Pro­duk­tion zeigt: Inno­va­tion ist eine Sache, aber Umset­zung, Skalierung und indus­trielle Part­ner sind entschei­dend — und das braucht Zeit, Ressourcen und strate­gis­che Part­ner.

Wie uns das Startnetzwerk unterstützt hat

Durch die Teil­nahme an der Höh­le der Thur­gauer Löwen erhielt das Pro­jekt eine starke öffentliche Präsenz, wertvolle Reich­weite sowie einen finanziellen Zuschuss, der direkt in die Weit­er­en­twick­lung des Pro­to­typs fliesst. Dazu kamen zahlre­iche neue Kon­tak­te aus der regionalen Start­up- und Unternehmensszene, die Ste­fan Lang heute aktiv in sein­er Entwick­lung unter­stützen.

Beim Busi­ness Check Tag erhielt e‑SKI eine struk­turi­erte Aussen­sicht auf Geschäftsmod­ell, Mark­t­poten­zial und Skalier­barkeit. Das Starge­spräch wiederum half, konkrete Her­aus­forderun­gen anzus­prechen und Pri­or­itäten geschickt zu set­zen.

Zusät­zlich sorgten regelmäs­sige Net­zw­erkan­lässe für wertvolle Begeg­nun­gen. Gemein­sam führten all diese Ele­mente dazu, dass e‑SKI heute deut­lich sicht­bar­er, strate­gisch klar­er aus­gerichtet und bess­er ver­net­zt ist.

Unsere nächsten Schritte

Einen Elek­tron­ik-Part­ner find­en zur Opti­mierung von Motoren und Soft­ware.

10–20 Pro­to­typen bauen und Nutzer-Tests mit Tes­ti­mo­ni­als durch­führen.

Pro­duk­trampe starten und Mark­te­in­führung vor­bere­it­en

Ein paar weitere Eindrücke