Automotive Coding & Retrofit GmbH

Wer heute ein Fahrzeug fährt, erwartet Funk­tio­nen wie Apple CarPlay, eine Rück­fahrkam­era oder ein dig­i­tales Cock­pit. Doch viele dieser Ausstat­tun­gen fehlen – obwohl sie tech­nisch prob­lem­los nachgerüstet wer­den kön­nten. Genau darauf haben sich Valentin Port­mann und Jan­nik Uhlmann spezial­isiert.

Das Unternehmen aus Wän­gi rüstet Fahrzeuge  mit orig­i­nalen Kom­po­nen­ten nach und behebt Soft­wareprob­leme dort, wo andere gle­ich teure Hard­ware erset­zen wür­den. Dabei gilt ein ein­fach­er Grund­satz: Jede Nachrüs­tung soll sich anfühlen, als wäre sie bere­its ab Werk ver­baut wor­den.

Inhaber: Valentin Portmann & Jannik Uhlmann
Branche: Automobil
Rechtsform: GmbH
Gründungsjahr: 2020
USP:
  • Orig­i­nal-Ver­bau­ung von Orig­i­nal-Ersatzteilen
  • Soft­ware-Reparatur statt Hard­ware-Aus­tausch (wo möglich)
Zielgruppe: Alle Personen mit einem Auto, die Probleme oder Anpassungswünsche haben.

Wie alles begann…

Die Geschichte begann nicht in ein­er Garage, son­dern auf der täglichen Aut­o­fahrt zur Beruf­ss­chule nach Zürich. Valentin und Jan­nik fuhren gemein­sam zur Schule und stell­ten sich unter­wegs immer wieder dieselbe Frage: Was lässt sich an ihrem Fahrzeug mit wenig Aufwand sin­nvoll verbessern?

Schnell stiessen sie auf das The­ma Fahrzeug­codierung. Die Möglichkeit­en faszinierten sie – auch wenn ihnen anfangs davon abger­at­en wurde, an der Soft­ware mod­ern­er Fahrzeuge Änderun­gen vorzunehmen.

Schliesslich fan­den sie über Tut­ti einen Anbi­eter in Zürich. Nach einem einzi­gen Nach­mit­tag inten­siv­er Recherche wurde den bei­den klar, dass sie sich bere­its ein grösseres Fach­wis­sen angeeignet hat­ten als der dama­lige Dien­stleis­ter. Also investierten sie rund 800 Franken in ihr erstes Diag­nosegerät, baut­en inner­halb ein­er Woche eine Web­site auf und gewan­nen kurz darauf ihre ersten Kun­den. Das erste Gerät finanzierte sich prak­tisch mit dem ersten Auf­trag selb­st.

Ein Jahr später ergab sich die näch­ste Chance: Ein Kunde über­nahm seinen Lehrbe­trieb und bot ihnen an, sich in dessen Werk­statt einzu­mi­eten. Aus der kleinen Neben­tätigkeit entwick­elte sich Schritt für Schritt ein Unternehmen. Heute führen sie den Betrieb am Stan­dort in Wän­gi sog­ar selb­st weit­er.

Das grösste Highlight seit der Gründung

Zu den beson­deren Pro­jek­ten zählen Nachrüs­tun­gen und Codierun­gen für Behör­den­fahrzeuge sowie zahlre­iche bekan­nte Per­sön­lichkeit­en und Unternehmen, die heute zu den Kun­den zählen. Min­destens genau­so wichtig ist für die bei­den Grün­der jedoch das Ver­trauen ihrer Kund­schaft. Viele neue Aufträge entste­hen mit­tler­weile über per­sön­liche Empfehlun­gen.

Das spricht für uns

Wer sein Fahrzeug umbauen lässt, möchte am Ende keinen Unter­schied zur Werk­sausstat­tung erken­nen. Genau darauf leg­en sie den grössten Wert. Es wer­den auss­chliesslich orig­i­nale Ersatzteile ver­wen­det. Die Nachrüs­tun­gen entsprechen dadurch optisch und tech­nisch den orig­i­nalen Ausstat­tun­gen des Her­stellers.

Auch bei Defek­ten ver­fol­gt das Unternehmen einen anderen Ansatz: Statt vorschnell teure Kom­po­nen­ten auszu­tauschen, wird zuerst geprüft, ob sich das Prob­lem durch eine gezielte Soft­ware­di­ag­nose oder Reparatur beheben lässt. Das spart den Kundin­nen und Kun­den oft erhe­bliche Kosten.

Ein weit­er­er Qual­itäts­be­weis sind die auss­chliesslich pos­i­tiv­en Google-Bew­er­tun­gen, welche die hohe Kun­den­zufrieden­heit wider­spiegeln.

Erfolge

Erfolgreiche Teilnahme am «Open Pitch Mic» beim Grill & Chill.
Zusammenarbeit mit zahlreichen Autohändlern.
Wertvolles Netzwerk innerhalb der regionalen Startup- und Wirtschaftsszene aufgebaut.
Einsatz derselben professionellen Diagnosetechnik wie autorisierte VW-Vertragswerkstätten.
Seit der Gründung vollständig ohne Fremdkapital gewachsen.

Misserfolge

Ersatzteile wurden vereinzelt falsch bestellt.

Unser grösstes Learning

Valentin und Jan­nik stam­men ursprünglich nicht aus der klas­sis­chen Auto­mo­bil­branche. Genau das sehen sie heute als grossen Vorteil.

Sie betra­cht­en mod­erne Fahrzeuge nicht nur als Autos, son­dern als kom­plexe Com­put­er­sys­teme auf Rädern. Diese tech­nis­che Denkweise hil­ft ihnen dabei, Prob­leme oft anders anzuge­hen als tra­di­tionelle Werk­stät­ten und inno­v­a­tive Lösun­gen zu find­en.

Wie uns das Startnetzwerk unterstützt hat

Ken­nen­gel­ernt haben die bei­den Grün­der das Start­net­zw­erk Thur­gau beim Grill & Chill. Daraus entwick­elte sich eine langjährige Verbindung.

Ob an Round Tables, beim Neu­jahrsapéro, im Pod­cast «Get Roast­ed» oder an weit­eren Net­zw­erkver­anstal­tun­gen – der regelmäs­sige Aus­tausch mit anderen Grün­derin­nen und Grün­dern liefert neue Per­spek­tiv­en, wertvolle Kon­tak­te und prax­is­na­he Erfahrun­gen.

Ger­ade dieser unkom­plizierte Wis­senstrans­fer sowie das starke regionale Net­zw­erk wer­den von den bei­den beson­ders geschätzt.

Unsere nächsten Schritte

Die Auto­mo­bil­branche verän­dert sich ras­ant. Deshalb richt­en sie den Blick bere­its auf die Zukun­ft.

Ein Schw­er­punkt wird der Aus­bau des Ange­bots für Elek­tro­fahrzeuge sein – ins­beson­dere Repara­turen auf Zell-Ebene bei Hoch­volt­bat­te­rien. Gle­ichzeit­ig beschäfti­gen sich die Grün­der inten­siv mit der Frage, wie sich der Markt langfristig entwick­eln wird und welche Dien­stleis­tun­gen kün­ftig gefragt sein wer­den.

Ein weit­eres gross­es Ziel ist der Bau ein­er eige­nen Liegen­schaft mit mehreren Werk­stät­ten, von denen ein Teil an andere Unternehmen ver­mi­etet wer­den soll.

Ein paar weitere Eindrücke